HOME

Wir über uns

 

Aktuell

 

ARCHIV

 

Repertoire

 

Presse

 

Fotoalbum

 

Gästebuch

 

Links

 

Kontakt

 
  Presseberichte  

 

 

"Chöre trotzten dem Wetter"

Hochstimmung im Publikum trotz schauriger Wetterprognose

 

 

Nassauische Neue Presse vom 15.05.2007

 

            Diez. Donner und Wolkenbruch – ein Wetter bei dem man besser die gute Stube aufsucht. In der Aula des Diezer Sophie-Hedwig-Gymnasium war am vergangenen Wochenende keine Stuhlreihe mehr frei geblieben, obwohl in der guten Stube von Diez, genau dieses Wetter vorausgesagt wurde. Das Vocalensemble Unterlahn präsentierte unter dem Titel „Donner, Jazz und Wolkenbruch“ einen Konzertabend, der entgegen der schaurigen Wetterprognose ab der ersten Minute für Hochstimmung unter dem Publikum sorgte. Es war ein Abend, bei dem kein deutsches Volkslied präsentiert wurde und auch kein klassisches Liedgut zu hören war, aber dennoch durch etliche Klassiker zu einem wahren Hörgenuss werden sollte. Nämlich mit Klassikern aus der Jazz- und Popgeschichte.

         Eins hatten die durch die 28 Sängerinnen und Sänger dargebotenen Stücke gemeinsam, sie hatten zumindest im ersten Teil des Abends durchweg etwas mit dem Wetter zu tun. Ob „Blue Skies“ besungen wurden oder „Stormy Weather! Herrschte, ob es, „Raindops are falling on my head“ hieß oder ob im Regen gesungen wurde (Singing in the rain) – immer waren Regen, Sonne, Wind und Wolken mit von der Partie.

         Dass sie deutsche Volkslieder und klassische Vokalwerke in Ehren halten, hatte das Vocalensemble oft genug bewiesen. Diesmal waren sie kompromisslos modern: Nur englischsprachige Stücke standen auf ihrem Programm. Durch seine gesangliche Qualität und ihrer wunderbar aufeinander ausgewogenen, warm klingenden Stimmen, wusste das Ensemble auch damit zu überzeugen. Dazu war Marcus Gemeinder am Flügel ein verlässlich wie mitreißender Partner.

         Doch das Ensemble gestaltete den Abend nicht alleine. Sie hatten sich mit den „Steinkautlerchen“ aus Oberweyer und dem Frauenchor „CantAare Femina“ aus Aarbergen zwei Gastchöre eingeladen, die ebenfalls mit beschwingten Jazzstücken brillierten. So konnten die zwölf gestandenen Männer aus Oberweyer eine beeindruckende Wandlungsfähigkeit an den Tag legen: mal ausgelassen, mal nachdenklich, mal spöttisch, mal leicht beschwingt, mal ironisch, mal zungenfertig, mal verschmitzt – kurz, man genoss voller Spannung und mit großem Spaß die vielfältigen und vielfarbigen Interpretationen zum Thema „Frauen, Liebe und anderen Missverständnissen“. Spätestens zu dem Zeitpunkt, als aus dem Publikum zahllose Plüschtiere auf die Bühne geworfen wurden (die hatten sie vorher vorsorglich unters Volk gebracht), war der Höhepunkt bei ihrem humorigen Auftritt erreicht.

         Ohrwürmer hatten die rund 40 Damen von „CantAare Femina“ im Gepäck. Ob „Killingg me softly“, „Neue Männer braucht das Land“, „Smooth Operator“ oder „Let me entertain you“, sie verführten mit ihren swingenden Arrangements zum Mitsingen und Mitschnippen. Spätestens mit ihrer Zugabe „Pata Pata“, bei der sie das Publikum voll mit einbezogen, hatten sie dies für sich gewonnen.

         Nachdem der gastgebende Chor nochmals mit Stücken wie „New York, New York“ zu gefallen wusste, trafen sich alle drei Chöre zu einem beeindruckenden Schlussakzent. Gemeinsam brachten sie „That’s what friends are for“ von Burt Bacharach zu Gehör und demonstrierten, dass A-cappella-Musik nicht beim „Kleinen grünen Kaktus“ endet (mlk)

 

Pressestimmen