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Bilder vom Konzert gibt es hier

 

Musikgenuss am Reformationstag - Hochmotivierter Chor und erstklassige Solisten begeisterten die Zuhörer mit ihren Darbietungen - Dirigent Andreas Sehrbrock wurde geehrt

 

"Gotteshaus wurde zur Konzertbühne"

 

Rhein-Lahn-Zeitung vom 03.11.2004

von Brigitte Koschara

 

Im Rahmen des Reformationstages gastierte am Wochenende das Vocalensemble Unterlahn in Freiendiez. In der voll besetzten Jakobuskirche präsentierten Chor und Solisten ein feierliches Konzert, das die Zuhörer begeisterte. Im Anschluss an den musikalischen Teil standen im Gemeindehaus noch einige Ehrungen auf dem Programm.

 

Diez-Freiendiez. Mit einer ganz besonderen Inszenierung würdigte die Jakobusgemeinde Freiendiez am Sonntag den Reformationstag. Das Vocalensemble Unterlahn hatte zu einem feierlichen Konzert eingeladen. Die Kirche war bis auf den allerletzten Platz gefüllt - und die Besucher wurden nicht enttäuscht. Ein hochmotivierter Chor und erstklassige Solisten sorgten für ein 90-minütiges  musikalisches Vergnügen, das nur einen einzigen Makel hatte: es war viel zu schnell vorbei.

 

„Dona nobis pacem, Domine - Verleih uns Frieden gnädiglich“ dieses Werk von Felix Mendelsohn-Bartholdy stand am Anfang des Konzertes. Schon nach den ersten Tönen hatte der Chor das Kirchenschiff in ein Orpheum verwandelt. Der Zuschauer wurde sofort von der unnachahmlichen Stimmung des Vortrages gefangen genommen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Diesen kolossalen Eindruck verstärkte das Orgelspiel von Dekanatskantor Martin Samrock. Mit dem „Grand Choer“ in G-Dur aus den „Dix pièces“ des Komponisten Théodore Salomé zog er gleich zu Beginn sämtliche Register seines Könnens. Anschließend begleitete er, unaufdringlich und auf den Punkt harmonisch, das Vocalensemble zum "Kyrie" und "Gloria" aus der Messe in Es-Dur des böhmischen Hofkapellmeisters Johann Joseph Abert.

 

In seiner Lesung erinnerte Dekan Hans-Otto Rether  mit den Worten aus Jesaja 66 „Der Himmel ist mein Thron“ an die Einweihung der Jakobuskirche vor genau 151 Jahren. Mit dem Song aus „Jubilate“ des zeitgenössischen englischen Komponisten Bob Chilcott vervollständigten Dorothee Laux und Marcus Gemeinder den Kreis der Mitwirkenden. Die Sopranistin hat sich mit den hervorragenden Darbietungen ihrer Stücke weit über die Grenzen der Region hinaus einen Namen gemacht. Mit Marcus Gemeinder stand ihr als Begleitung am Klavier ein Multitalent zur Seite, das gerne schon mal einen Abstecher zum Jazz oder ins Kabarett wagt.

 

Einer weiteren Lesung des Dekans Rether schloss sich der Chor mit der Weise „Sing and Rejoice“ des norwegischen Komponisten Knut Nystedt an, abgelöst von Salomés wunderbarer „Mélodie“ durch Martin Samrock. Anschließend brillierte die Paarung Laux/Gemeinder mit der Psalmkantate „Meine Seele dürstet nach Gott“ von Mendelsohn-Bartholdy. Ebenfalls aus Aberts Messe bot das Vocalensemble, unterstützt von der Orgel, ein „Sanctus" und "Benedictus“, das für Gänsehaut im Auditorium sorgte. Nach dem „Panis angelicus“ aus der „Feierlichen Messe“ des Belgiers Cesar Franck (Laux/Gemeinder) rezitierten die Sängerinnen und Sänger das „Vater unser“ des französischen Komponisten Maurice Duruflé, um mit dem „Agnus Dei“ aus Aberts Messe fortzufahren. „Locus iste a Deo factus est“ - „Diese Stätte ist von Gott gemacht“ - Anton Bruckners anschließende Kantate wurde vom Chor zu einem faszinierenden Wechselspiel der Stimmen genutzt. Nach Martin Samrocks Meditation zu Salomés „Cantiléne“ kam ein weitere Höhepunkt klassischer Werke zu Gehör: die melodiöse Arie „Laudate Dominum“ aus der „Vesperae solennes de Confessore“ von Wolfgang Amadeus Mozart, von Chor, Orgel und Sopranistin gemeinsam vorgetragen. Mit perfektem Timing mischten sich die Glocken der Jakobuskirche in die herrlichen Töne der Vesper.

 

Den Segen des Dekans rundeten die Vocalisten nochmals mit der Bitte „Verleih uns Frieden gnädiglich“ ab, ehe Martin Samrock mit der A-Dur-Variante des „Grand Choer“ das Konzert schloss. Der nicht enden wollende Beifall der Zuhörer belohnte alle Beteiligten für ihre hervorragende Arbeit. Der Frieden - er war für alle greifbar an diesem Abend in der Jakobuskirche.

 


 

25 Jahre aktiv

 

Im Anschluss an das Konzert hatte das Vocalensemble zu einem Sektempfang in das Gemeindehaus einladen. Dort gab es für den Dirigenten Andreas Sehrbrock eine ganz besondere Ehrung: für seine 25-jährige Tätigkeit als Chorleiter erhielt er die silberne Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes, die ihm Reinhold Debusmann, Vorsitzender des Sängerkreises Unterlahn, verlieh. Überdies wurde Manuela Gasteier für ihre 25jährige aktive Zeit als Sängerin mit einem silbernen Anstecker belohnt.

 

 

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