|
Rhein-Lahn-Zeitung
vom 26.11.1998
Von Albrecht
Stein
Jetzt
Meisterchor: Unter 27 Chören ausgezeichneten sechsten Platz
belegt – Hohe Anforderungen
Rhein-Lahn.
Nach erfolgreichem Kreis- und Regionalsingen errang das
Vocalensemble Unterlahn unter 27 Chören auf Platz sechs die
höchste Auszeichnung, den Titel „Meisterchor des Sängerbundes
Rheinland-Pfalz“.
Unter
Leitung von Chordirektor Andreas Sehrbrock hatten sich die
23 Sängerinnen und Sänger der äußerst präzisen Kritik
von drei Wertungsrichtern, allesamt Dozenten an
Musikschulen, gestellt.
Ein
schwieriges vorgegebenes Pflichtchorwerk, ein Chorwerk
eigener Wahl und zwei Volkslieder, alle aus den Epochen der
Renaissance, der Romantik und der Neuzeit, mussten gesungen
werden.
Für
die Proben des Pflichtchorwerkes war die Probezeit auf sechs
Wochen beschränkt. Mit der Benotung dreimal „sehr gut“
und einmal „gut“ wurden die erforderlichen Kriterien
deutlich übertroffen.
Damit
befand sich das Vocalensemble unter den sechs Besten der
gestarteten Chöre in Horbach. Es war der einzige Chor im
gesamten Sängerkreis Unterlahn, der in diesem Jahr die
Meisterchorbedingungen erfüllte: Grund zur Freude.
Zur
Gratulation hatten sich jetzt Vorstandsmitglieder des Sängerkreises
eingefunden. Anerkennung, Lob und Dank sprach Vorsitzender
Rheinhold Debusmann mit einem Geschenk aus.
Der
Chor sang für die Gratulanten die Wertungslieder „O
sacrum convivium“ (Giovanni Groce), „Herr nun lässest
du deinen Diener in Frieden fahren“ (Felix
Mendelsohn-Bartholdy), „Wenn ich ein Vöglein wär“
(Franz Lehndorfer) und „Ain’a that good news“ (William
L. Dawson).
Locker
leicht, bis in höchste Höhen jubilierend, mit weichen
ausgeglichenen Bässen bot das Ensemble Gesangskultur mit
viel Noblesse und hätte ohne Lampenfieber bestimmt den
zweiten oder dritten Platz erreicht.
Schon
eine kaum hörbare Tontrübung einer einzigen Note wurde im
Rahmen der Benotung mit Punktabzug bewertet, so streng sind
heute die Beurteilungen. Die Freude war bei allen groß.
|